08.2.- 13.9.26: BECOMING PAULA

Das Paula Modersohn-Becker Museum feiert die heute weltberühmte Malerin zu ihrem 150. Geburtstag mit einer großen Jubiläumsausstellung.

Damals wegweisend, heute weltberühmt

Wie wurde aus Paula Becker die Künstlerin Paula Modersohn-Becker – und schließlich die Ikone und Identifikationsfigur »Paula«? Die Ausstellung BECOMING PAULA zeigt mit rund 70 Gemälden und Papierarbeiten, darunter viele selten zu sehende Leihgaben, die Facetten einer außergewöhnlichen Künstlerinnenbiografie. Sie folgt der Malerin entlang ihrer wichtigsten Lebensstationen und zeigt, wie sie schon in ihrer Ausbildung ihren eigenen, freien und selbstständigen künstlerischen Weg ging.

Paula Modersohn-Becker ist heute weltberühmt und wird gefeiert als »Pionierin der Moderne«, als »Deutschlands Picasso« (FAZ 2007) und »wegweisende Künstlerin« (The New York Times 2024). Doch wie kam es dazu, dass diese junge Frau eine der international erfolgreichsten Malerinnen des 20. Jahrhunderts werden konnte? Die Ausstellung BECOMING PAULA zeichnet ihren Weg von Dresden und Bremen über London, Berlin und Worpswede bis Paris nach und wirft ein Schlaglicht auf die bis heute wachsende Wirkung dieser Künstlerin.

Die Ausstellung zeigt: Die Faszination der Kunst von Paula Modersohn-Becker ist bis heute ungebrochen.

London und Berlin: Die Anfänge

Die Ausstellung zeigt Studienarbeiten und frühe Werke, entstanden in London und Berlin zwischen 1892 und 1899. Das kaum bekannte und gewürdigte Frühwerk ist eine Entdeckung: So hat man Paula Modersohn-Becker bislang nicht gesehen. Erstmals wird ihre eigenständige künstlerische Entwicklung veranschaulicht, die sich parallel zu ihrer Ausbildung vollzog. Porträts von Clara Rilke-Westhoff, Rainer Maria Rilke, Martha Vogeler, Lee Hoetger und ihrer Schwester Herma geben zudem einen Einblick in Paula Modersohn-Beckers persönliches und professionelles Netzwerk.

Worpswede und Paris: Auf dem Weg zur Avantgarde

Die Ausstellung folgt der Künstlerin weiter nach Worpswede, wo der Akt zum zentralen Bildthema wird. Sie gelangt dabei zu eindringlichen Bildfindungen, die in der Kunstgeschichte ihresgleichen suchen. Dann geht die Reise weiter nach Paris. Mit ihren heute berühmten Bildern von 1906/07 wird sie ein Teil der damaligen Pariser Avantgarde. Paula Modersohn- Becker war sich der Bedeutung der Werke durchaus bewusst. Auf einem Briefkuvert skizzierte sie ihr Pariser Atelier, an dessen Wänden drei Bilder hängen, die heute zu ihren Hauptwerken zählen. Das Atelier mit diesen Gemälden wird in der Ausstellung in einer Rekonstruktion gezeigt. 

Später Ruhm, große Wirkung

Für zahlreiche Künstler, vor allem aber für Künstlerinnen, war Paula Modersohn-Becker Vorbild und Antrieb, selbst diesen Weg einzuschlagen. Wie prägend die Kunst von Paula Modersohn-Becker im 20. und 21. Jahrhundert werden sollte, veranschaulichen Werke von Chantal Joffe, Marikke Heinz-Hoek, Georg Baselitz und weiteren Künstlerinnen und Künstlern. 

Die Kooperationsausstellung IMPULS PAULA in den Worpsweder Museen greift diesen Faden auf und erkundet, auf welch vielfältige Weise Paula Modersohn-Becker Künstlerinnen bis heute inspiriert.

Porträt einer Frau, die den Betrachter ansieht und eine Zitrone in der Hand hält.
Paula Modersohn-Becker, Selbstbildnis mit Zitrone, 1906/07, Paula-Modersohn- Becker-Stiftung, Leihgabe aus Privatbesitz © Paula-Modersohn- Becker-Stiftung, Bremen